Was Sie noch wissen sollten...

Wenn Sie sich für die Beantragung einer Immobilienfinanzierung entschieden haben, sollten Sie in Ihrem Interesse Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kennen. Prüfen Sie die Einnahmen- und Ausgabenseite Ihrer persönlichen Bilanz.

Für eine Finanzierungsanfrage benötigen Sie einen Investitionsplan, einen Finanzierungsplan, Angaben zur Immobilie sowie zu Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen.

Bei Vorlage aller entscheidungsrelevanter Unterlagen prüft und bewertet eine Bank die Risiken der Kreditvergabe. In die Kreditentscheidung fließen ein: Ihre Identität, Ihr Einkommen und die bestehenden Verpflichtungen, Bonitätsauskünfte seitens der Schufa oder von anderen Banken, Zweck der Darlehensaufnahme, Zustand und Wert der Immobilie sowie der sonstigen Sicherheiten, die Sie der Bank zur Sicherung Ihres Hypothekendarlehens anbieten. Nach Prüfung und Bewertung dieser Informationen entscheidet die Bank über den Darlehensantrag, ist jedoch nicht zum Abschluss des Darlehensvertrages verpflichtet.

Die Norbert Haertel Immobilien- und Darlehensvermittlung, NHF, arbeitet als absolut unabhängige Finanzdienstleisterin. Es bestehen keine gesellschaftlichen und kapitalmäßigen Verknüpfungen mit anderen Unternehmen, lediglich direkte und indirekte Kooperationspartnerschaften mit den verschiedensten Finanzierungsinstituten.

Ein evtl. abzuschließender Darlehensvertrag wird von Ihnen als Kunden direkt mit dem Kreditinstitut geschlossen. Darlehenszusage und Bereitstellung der Kreditmittel erfolgen ausschließlich durch die finanzierende Bank bei Erfüllung aller Darlehensvoraussetzungen.

Da im Rahmen der Vermittlung von Finanzierungen nur die Vorprüfung und die Weiterleitung der Kreditanfragen an die Kooperationspartner erfolgt, kann NHF keine Haftung dafür übernehmen, dass es auch tatsächlich zum Vertragsabschluss kommt. Die Entscheidung hierüber obliegt ausschließlich der finanzierenden Bank. Es können auch keine rechtsverbindlichen Aussagen oder Zusagen im Namen der Bank getroffen werden. Dies ist nur der Bank selbst gestattet, mit der Sie als Darlehensnehmer mit Unterzeichnung des Darlehensvertrages eine direkte Kundenbeziehung eingehen.

Die Beratung bezüglich bestehender oder neu abzuschließender Immobilienfinanzierungen ist i.d.R. für Sie, als Kunden, kostenfrei, kann aber auch auf Honorarbasis erfolgen.  Die Vergütung richtet sich dann nach dem Umfang des Beratungs- bzw. Vermittlungsaufwandes und wird ggf. individuell zwischen Kunde und NHF vereinbart. Für Vermittlungen bzw. die Mitwirkung an der Vermittlung eines Darlehens sowie der damit evtl. verbundenen weiteren Finanzdienstleistungen erhält NHF i.d.R. direkt vom Darlehensgeber bzw. Produktanbieter eine Provision. Je nach Aufwand kann auch zusätzlich ein Beratungshonorar (Beratungsgebühr) vereinbart werden. Darlehensvermittlungsprovision und/oder Beratungsgebühr liegen jeweils in einer Spanne von einmalig 0% bis 3% der Darlehenssumme und dienen der Deckung aller Aufwendungen und Kosten, die NHF im Zusammenhang mit der Darlehensvermittlung und -abwicklung sowie der Kundenbetreuung über die Zinsbindungsdauer entstehen. Darunter fallen u.a. die Bedarfsanalyse, anbieterspezifische Zusammenstellung der Unterlagen, Produkt- und Anbieterauswahl, Finanzierungsberatung, Fahrtkosten usw.

Im Zusammenhang mit Ihrem Hypothekendarlehen können neben den Darlehenszinsen weitere Kosten anfallen, die Sie an die Bank oder an Dritte zu zahlen haben. Zu den an die Bank zu zahlenden Kosten gehören Bearbeitungskosten, Bereitstellungszinsen, ggf. Schätzkosten für die Ermittlung des Beleihungswertes der Immobilie sowie Bürgschaftskosten. Die Höhe dieser Kosten ist in Ihrem Darlehensvertrag mit der Bank aufgeführt. Zu den Kosten, die an Dritte abzuführen sind, zählen Notar- und Gerichtsgebühren, Prämien für die Gebäudeversicherung und Kosten für ggf. freiwillig abgeschlossene andere Verträge (z.B. Versicherungen, Bausparverträge), auf die im Darlehensvertrag hingewiesen wird. 

Wenn Sie sich mit der Bank einig sind, schließen Sie einen Darlehensvertrag. Dieser Vertrag regelt auch die Auszahlungsvoraussetzungen, das heißt, er nennt neben der Grundschuld insbesondere die anderen vereinbarten Sicherheiten, Versicherungsnachweise etc., die von Ihnen beizubringen sind. Sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Bank verpflichtet, das Darlehen nach Ihrer Anweisung auszuzahlen. Andererseits sind Sie zur Abnahme des Darlehens verpflichtet. Das Darlehen wird üblicherweise bei fertigen Gebäuden in einer Summe, bei Neubauten entsprechend dem Baufortschritt in mehreren Raten nach Vereinbarung ausgezahlt.

Wenn Sie ein von der Bank zugesagtes Darlehen entgegen Ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht abnehmen, entsteht der Bank ein Schaden, der Ihnen in Form einer Nichtabnahmeentschädigung (wie eine Vorfälligkeitsentschädigung)  in Rechnung gestellt wird.

Als Sicherheit für Ihr Hypothekendarlehen benötigt die Bank von Ihnen eine vollstreckbare Grundschuld mit Schuldanerkenntnis. Die Grundschuld ist ein Pfandrecht an einer Immobilie, das im Grundbuch eingetragen wird. Grundschulden werden neu bestellt oder - wenn schon vorhanden - an die Bank abgetreten. Zur Absicherung eines Hypothekendarlehens können Immobilien unterschiedlicher Art beliehen werden. Da ein Darlehensnehmer für das Darlehen auch mit seinem sonstigen Vermögen haftet, ist es üblich, dass er neben der Grundschuld ein notarielles, vollstreckbares Schuldanerkenntnis abgibt, mit dem er sich - natürlich nur im Falle eines Falles - der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen unterwirft.

Im Einzelfall kann die Darlehensvergabe davon abhängen, dass der Bank weitere Sicherheiten zur Verfügung gestellt werden. Das können z.B. Bürgschaften, Ansprüche aus abgeschlossenen Lebensversicherungen oder Bausparverträgen sein.

Unverzichtbar für die Auszahlung eines Hypothekendarlehens ist das Bestehen einer Gebäudeversicherung, die das Beleihungsobjekt gegen Feuer-, Sturm- und Wasserschäden ausreichend versichert. Im Schadensfall soll sie die Gesamtkosten der Wiederherstellung des Gebäudes decken. Die Prämien entrichten Sie an die Versicherungsgesellschaft. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, freiwillig andere Versicherungen abzuschließen, z.B. eine Risiko-Lebensversicherung, die im Falle des Ablebens des Versicherten (häufig der Hauptverdiener der Familie) eintritt, eine Erwerbsunfähigkeits-/Berufsunfähigkeitsversicherung etc. 

Sollten sich im Laufe Ihrer Geschäftsverbindung mit der Bank Ihre persönlichen Lebensumstände ändern und Sie in finanzielle Schwierigkeiten kommen, ist es ratsam, rechtzeitig mit der Bank Kontakt aufzunehmen, um eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu finden und damit eine zwangsweise Verwertung der Sicherheiten zu vermeiden. Dazu wäre die Bank als Darlehensgeber berechtigt, wenn die Zahlungsverpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht erfüllt werden und die aufgetretenen Schwierigkeiten nicht auf andere Weise gelöst werden können.

Während der Zinsbindungsfrist können Sie Ihr Darlehen grundsätzlich nicht kündigen, da Ihr Darlehensgeber für den gleichen Zeitraum Refinanzierungsmittel aufgenommen hat, die ebenfalls nicht vorzeitig gekündigt werden können. Diese Unkündbarkeit des Darlehens ist als Gegenleistung für langfristige Zinssicherheit zu sehen. Im Falle einer Festschreibungszeit von mehr als zehn Jahren können Sie das Darlehen zehn Jahre nach Festschreibungsbeginn/Konditionenanpassung mit sechsmonatiger Frist kündigen.

Ausnahmen: Insbesondere in zwei Fällen lässt das Gesetz eine vorzeitige Rückzahlung des Darlehens zu und gewährt dem Darlehensnehmer bei Vorliegen eines berechtigten Interesses an einer anderweitigen Verwertung des Beleihungsobjektes ein außerordentliches Kündigungsrecht: zum einen, wenn Sie das Beleihungsobjekt unbelastet verkaufen wollen, zum anderen, wenn Sie es als Sicherheit für einen weiteren Kredit benötigen, den Ihnen Ihre Bank nicht geben kann. Allerdings sind Sie dann verpflichtet, den wirtschaftlichen Nachteil auszugleichen, der der Bank durch die Rückzahlung vor Ablauf der Zinsfestschreibung entsteht. Die Höhe dieser Vorfälligkeitsentschädigung, die nach von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen berechnet wird, hängt von der Restlaufzeit Ihres Darlehens und dem Zinsniveau zum Zeitpunkt der Rückzahlung ab. Hat Ihr Darlehen noch eine lange Restlaufzeit und ist das allgemeine Zinsniveau seit dem Abschluss Ihres Darlehensvertrages gesunken, kann die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung unter Umständen beträchtlich sein.

Der Staat hilft Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen beim Bausparen im Rahmen der Arbeitnehmer-Sparzulage und der Wohnungsbauprämie sowie unter Ausnutzung evtl. Riester-Zulagen.

Desweitern besteht  je nach Einkommen und familiärer Situation ggf. auch die Möglichkeit, öffentliche Mittel der Wohnungsbauförderungsanstalt (Wfa) über die NRW-Bank zu beantragen. Nähere Informationen können auf Anfrage bzw. direkt bei der zuständigen Bewilligungsbehörde Ihrer Gemeinde erteilt werden. 

Am 11.06.2010 ist die neue Verbraucherkreditrichtlinie in Kraft getreten. Demnach sind Finanzierungsinstitute und ihre Vertriebspartner verpflichtet, Ihren Kunden vor Vertragsabschluss allgemeine Informationen nach dem Verhaltenskodex für Kreditinstitute im Rahmen eines Europäischen Standardisierten Merkblattes zur Verfügung zu stellen. In der Regel erfolgt dies im Zusammenhang mit der Übersendung eines konkreten Finanzierungsangebotes durch die jeweilige Bank. Es enthält u.a. konkrete Angaben zu Darlehensgeber, Produktbeschreibung, Darlehenskonditionen, Kosten, vorzeitige Rückzahlung, Beschwerdesystem, repräsentativen Tilgungsplan, Widerrufsrecht etc. und bietet Ihnen ausreichende Transparenz für den Vertrag vor dem Eingehen einer Darlehensverpflichtung.

Dies ist ein Kodex im Rahmen einer Europäischen Vereinbarung zwischen den Verbraucherorganisationen und der Kreditwirtschaft über außervertragliche Informationen, die dem Darlehensnehmer - als Verbraucher - bei wohnwirtschaftlichen Krediten zur Verfügung gestellt werden sollten. Kreditinstitute, die den Kodex zeichnen, verpflichten sich, dem Verbraucher bestimmte Informationen zur Verfügung zu stellen:  1.) allgemeine Informationen über die im Angebot befindlichen wohnwirtschaftlichen Kredite sowie 2.) individuelle Informationen in einer vorvertraglichen Phase, die in einem "Europäischen Standardisierten Merkblatt" dargestellt werden sollten. Die endgültige Entscheidung, ein Kreditangebot eines Darlehensgebers anzunehmen, obliegt dem Verbraucher.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine EU-Verordnung, die das Datenschutzrecht, also den Umgang von Unternehmen mit personenbezogenen Daten, europaweit vereinheitlicht. Die bisherigen Regelungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) werden durch die neue Verordnung ersetzt. Die DSGVO gilt ab dem 25.Mai 2018.

Nach Art.4 EU-DSGVO sind "personenbezogene Daten" alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Eine Identifizierung kann direkt oder indirekt erfolgen durch Zuordnung von Kennungen (z.B. Name, Kennnummer, Standortdaten, Online-Kennung, besondere Merkmale zur Identität).

Datenschutzhinweise beschreiben den Inhalt, Zweck und weitere Informationen zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Sie unterrichten die betroffene Person (den Verbraucher) über Löschfristen und die Möglichkeit, die eigenen datenschutzrechtlichen Rechte wahrzunehmen.

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